2007 stieg die Zahl der Mobbing-Opfer in Deutschland auf 1,5 Millionen an. Mobbing findet nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im Kindergarten, in der Schule und in Familien oder Beziehungen statt.
Hilfe bei Mobbing
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Was ist Mobbing?
Die Ereignisse und Aktionen sind am Anfang immer sehr schwer greifbar und auch nicht einschätzbar. Mobbing ist schwierig einzuordnen. War es eine üble Nachrede, Beleidigung oder eine Verleugnung? Wurde mir etwas weggenommen oder nur ausgeliehen?
War es ein Streich oder ein Scherz. Ist es eine leichte oder schwere Körperverletzung oder eine von mir fehlinterpretierte Befindlichkeitsstörung.
Und noch viel ist es in diesem Zusammenhang Meinungen oder Bemerkungen richtig einzuordnen und zu beurteilen. Werde ich schief angeschaut von Kollegen, Mitschülern, Familienmitgliedern oder sind die anderen nur schlecht gelaunt?
Und bei anonymen Denunziationen kann man nur raten, wer oder was dahinter steckt, z. B. wer hat mich beim Lehrer oder Chef angeschwärzt, oder z. B. bei der Steuerbehörde.
Das Mobbing selbst löst zunächst nur Befindlichkeiten aus. Diese können aber sehr schnell zu Schlafstörungen, schweren Ängsten und Stresskrankheiten führen. Der Gemobbte hat das Gefühl, der Situation völlig hilflos ausgeliefert zu sein.
Verschiedene Arten des Mobbings
Gerüchte verbreiten
Andere werden lächerlich gemacht, die fachliche Qualifikation wird klein geredet. Der Mobber wird in den unterschiedlichen Situationen die Stimmung verschlechtern, um das Opfer ins Abseits zu schieben. Persönliche Einstellungen, Überzeugungen, Schwächen oder auch oft die Kleidung bzw. das Aussehen des Opfers werden breit getreten und ständig kritisiert. Der Angegriffene wird ständig unterbrochen oder schlichtweg ignoriert.
Sexuelle Diskriminierung
Leider sind in vielen Betrieben Übergriffe und Belästigungen auch heute noch an der Tagesordnung und sorgen für viel Zündstoff, und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die Betroffenen werden oft nicht ernst genommen und aus Sorge um den Arbeitsplatz werden viele Diskriminierungen ertragen. Ängste und Stresskrankheiten sind die Folge.
Rufmord
Ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der unmittelbaren Wohnumgebung, jedes Mitglied einer Gemeinschaft oder einer Gruppe ist um seinen guten Ruf besorgt. Der Mobber stellt sich gerne in den Mittelpunkt, um eine sensationelle Nachricht weiterzugeben. Der Betroffene leidet unter den Plappermäulern, oft jahrelang.
Psychoterror oder Schikanen
Psychoterror beginnt meist ganz schleichend mit harmlosen Späßen, Forderungen oder kleinen Beleidigungen. Dies steigert sich meistens und auch manchmal bis zur offenen, massiven Aggression. Leider nimmer der Psychoterror und die Schikanen in den Familien und Beziehungen immer mehr zu. Der Betroffene fühlt sich der Situation völlig ausgeliefert und hilflos.
Charakteristisch ist, dass die Mobber ihre Strategie wiederholen oder permanent anwenden. Diese Wiederholungen und der permanente Druck macht das Opfer verwirrt und krank.
Schlusswort zum Mobbing
Besonders schwierig ist beim Mobbing die Festlegung einer Grenze. Wo fängt Mobbing an?, Dies ist insbesondere dann schwierig, wenn sich die Mobbing-Aktionen über mehrere Jahre hinziehen, und man immer die Hoffnung hat, dass der Terror irgendwann einmal aufhört.
Meistens trifft Mobbing die Dezenten, Scheuen oder die Sensiblen. Oft bleibt für viele nur noch der Ausweg, in eine andere Stadt zu ziehen, die Schule oder die Firma zu wechseln. So weit sollte man es nicht kommen lassen.
Akkuthilfe bei Mobbing - Lösungsorientierte telefonische Beratung
In einer telefonischen Beratung können wir gemeinsam die Grundlagen für einen konstruktiven Umgang mit dem Problem finden. Die Vorgehensweise erfolgt in Einzelschritten:
- Sammeln von Informationen
- Trennen von Beobachtung, Zuschreibung und Emotion
- Problem definieren
- Ziel definieren
- Ressourcen sammeln und aktivieren
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